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Zug siegt, Wohlwend tobt

HC Davos – EV Zug 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)


Was für eine Schlussphase: in der 60. Spielminute entscheidet der EVZ das zweite Halbfinal-Duell. Marco Müller versetzt den Bündnern in Überzahl den K.o.-Schlag. HCD Coach Christian Wohlwend ist wegen der ausgesprochenen Strafe gegen Jesse Zgraggen ausser sich, rastet aus, wirft Flaschen aufs Eis und muss vorzeitig in die Kabine.


Im Vergleich zum 0:3 am Freitag steigern sich die Bündner, doch können sie vor 6007 Fans (Saisonrekord) die zweite Niederlage nicht verhindern und verlieren mit 1:2. Bis zwei Minuten vor Schluss sah es im äusserst gut gefüllten Davoser Eisstadion nach einer Overtime aus. Dann wurde der Davoser Verteidiger Jesse Zgraggen für einen Stockschlag an EVZ-Goalie Leonardo Genoni auf die Strafbank geschickt, ein harter Entscheid zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Im Powerplay verpasste Raphael Prassl bei einem Davoser Konter zuerst den Lucky Punch, ehe der EVZ 15,7 Sekunden vor der Schlusssirene die Entscheidung herbeiführte.


Nach einem Schuss von Grégory Hofmann übernahm Marco Müller den Abpraller und schob den Puck zum 2:1 über die Linie. Danach war HCD-Trainer Christian Wohlwend wegen des diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheids so ausser sich, dass er mehrere Trinkflaschen aufs Eis warf und danach von den Unparteiischen in die Kabine geschickt wurde. Im Anschluss brachten die Zuger den knappen Vorsprung sicher über die Zeit.


Die Davoser wirkten im Vergleich zum ersten Halbfinalspiel in Zug von Beginn an fest entschlossen und ging bereits nach 63 Sekunden durch Enzo Corvi in Führung. Der Center verwertete ein Zuspiel von Marc Wieser von hinter dem Tor zum 1:0.


Auch nach dem Blitzstart hatte das Heimteam deutlich mehr vom Spiel. Durch Strafen im Mitteldrittel brachten sie sich jedoch selbst wieder in Schwierigkeiten. Zug vermochte gleich das erste Powerplay nach einem Davoser Wechselfehler auszunutzen. Der schwedische Verteidiger Christian Djoos traf mit Ablauf der Strafe per Weitschuss zum 1:1. Sandro Aeschlimann im HCD-Tor war machtlos, weil ihm von Zugs Topskorer Fabrice Herzog die Sicht verdeckt worden war.


Keeper Aeschlimann zeigte erneut eine starke Leistung. In den ersten 40 Minuten parierte er 30 von 31 Schüssen. Ihm hatten es die Bündner zu verdanken, dass es bis kurz vor Schluss "nur" 1:1 stand.


Zug liegt nun mit 2:0 in der Serie in Front. Am Dienstag kommt es in der Bossard Arena zur Fortsetzung.