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Choreographie EV Zug - EHC Biel, SA 14.09.2013 C.jpg

Partycrasher Part III: Adieu Halllenstadion

ZSC Lions – EV Zug 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)


Der EVZ ist in der Finalissima! Der EVZ gewinnt zum dritten Mal in Serie und erreicht am Sonntagabend die Belle. Die Kolinstädter gewinnen die letzte Begegnung im altehrwürdigen Hallenstadion mit 2:0.


Zum zehnten Mal in der Playoff-Geschichte entscheidet ein einziges Spiel den Ausgang der Eishockey-Meisterschaft. Nichts wurde es aus dem kitschigen Ende der ZSC-Geschichte im Hallenstadion. Die Zürcher schafften es auch im letzten Spiel nach 72 Jahren in der mit 11200 Zuschauern ausverkauften Halle nicht, den dritten Meisterpuck zu verwerten. Zug kann mit viel Selbstvertrauen und seinen Fans im Rücken zur Finalissima antreten.


Fünfmal hatte in den ersten fünf Partien das Team verloren, das 1:0 in Führung gegangen war. Die Zuger liessen sich von der Statistik aber nicht beirren, auch wenn die frühe Führung eher zufällig zustande kam.


Der glücklos kämpfende ZSC-Stürmer Justin Azevedo wischte einen eigentlich harmlosen Puck mit dem Schlittschuh nach nur gut drei Minuten ins eigene Tor. Sieben Minuten vor Schluss sorgte dann der bis dahin kaum gesehene Grégory Hofmann im Powerplay für die Vorentscheidung, wie so oft auf Zuspiel des PostFinance-Topskorers Jan Kovar.


Die Zuger führten im ersten Drittel aber auch sonst etwas die feinere Klinge. Erst nach gut zehn Minuten kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Im mittleren Abschnitt übernahmen sie dann - auch dank zwei Powerplays - endgültig das Spieldiktat. 17:1 (!) Schüsse (am Ende 32:21) lautete das deutliche Verdickt. Bloss hatten die Zürcher die Rechnung ohne Leonardo Genoni gemacht. Der Kilchberger läuft einmal mehr in der entscheidenden Phase zur Höchstform auf und liess sich nicht bezwingen. In seinen bisherigen sechs Finalserien holte er immer den Titel.


Allerdings stellten sich die Zürcher viel zu umständlich und kompliziert an. Chris Baltisberger (29.), Sven Andrighetto (30.) und Marco Pedretti (36.) vergaben beste Chancen. ZSC-Coach Rikard Grönborg wechselte auf der Center-Position der zweiten Linie zwangsweise vom verletzten Bully-König Marcus Krüger zum Amerikaner Garrett Roe, der sich sehr engagiert, aber wie seine Teamkollegen wenig effizient zeigte. Dazu rückte Chris Baltisberger vom vierten in den dritten Sturm. Bei Zug fehlte der am Mittwoch verletzt ausgeschiedene Reto Suri. Der Stürmer hat seine bevorstehende Operation auf kommenden Dienstag verschoben.


Das Fazit änderte im Vergleich zu den vorangegangenen vier Spielen nicht: Der ZSC ist viel zu stark abhängig von seiner ersten Angriffslinie und insbesondere von Denis Malgin. Seit dem spektakulären Ende von Spiel 1 mit den 3:2-Siegtreffer Azevedos zwei Sekunden vor Schluss hat kein Zürcher ausser Malgin und Andrighetto ein Tor erzielt.


Der EVZ hat hingegen bereits jetzt ein Novum in der Schweizer Hockey-Geschichte geschafft. Nie zuvor hatte ein Team in einer Finalserie ein 0:3 noch ausgeglichen. Noch muss aber auch der vierte Sieg eingefahren werden, um den Meisertitel zu verteidigen. Der mentale Vorteil ist klar auf der Seite der Zentralschweizer.


Am Sonntagabend kommt es in der Bossard Arena zum finalen Showdown. Auf geht’s Zuger, schreibt Eishockeygeschichte!










































































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